Förderprogramm Soziale Stadt

 

Das Förderprogramm Soziale Stadt gehört neben weiteren Programmen zu der Gruppe der Städtebauförderung des Bundes. Mit dem Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" unterstützen Bund und Länder die Kommunen bei der Stabilisierung und Aufwertung von benachteiligten Quartieren. Ziel ist es, die Lebensbedingungen insgesamt zu verbessern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Insbesondere geht es darum, durch städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, die Infrastruktur und die Qualität des Wohnens für mehr Generationengerechtigkeit und Familienfreundlichkeit zu sorgen und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu verbessern. 

 

Mit dem Programm werden insbesondere Maßnahmen gefördert für die:

  • Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse, des Wohnumfeldes und des öffentlichen Raumes, um das Gebiet städtebaulich aufzuwerten, die Wohn- und Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner zu steigern, die Bildungschancen und die Wirtschaftskraft im Quartier zu verbessern und die Sicherheit und Umweltgerechtigkeit zu erhöhen,
  • Verbesserung kinder-, familien- und altengerechter und weiterer sozialer Infrastrukturen, um die Nutzungsvielfalt im Stadtteil zu erhöhen und den Zusammenhalt zu stärken,
  • Verbesserung der städtebaulichen Rahmenbedingungen zur Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen und von Menschen mit Migrationshintergrund,
  • Umsetzung von Grün- und Freiräumen sowie von Maßnahmen der Barrierearmut bzw. -freiheit,
  • Koordinierung der Vorbereitung, Planung und Umsetzung der Maßnahmen im Gebiet sowie Beteiligung und Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürgern (auch "Tag der Städtebauförderung") und Mobilisierung ehrenamtlichen Engagements, Quartiersmanagement, Erarbeitung und Fortschreibung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts. 

Quelle BMUB (2016): Städtebauförderung 2016 - Bürgerinformation, S.10 + 11.

 

 

Links für weiterführende Informationen:

Broschüre über Städtebauförderung vom BMUB

Informationen über Städtebauförderung

 

 

Städtebauförderprogramme

 

Die Städtebauförderung gehört seit 1971 zum Kernbereich der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Die Investitionen in die städtische Infrastruktur sind zu einem vielseitigen Instrument einer ganzheitlichen und integrierten Stadtentwicklungspolitik geworden. Die Städtebauförderung ist eine wesentliche innen- und kommunalpolitische Aufgabe und eine wichtige Finanzierungsgrundlage der städtischen Erneuerung. Sie basiert auf einem breiten politischen und fachlichen Konsens, besonders aber auf dem Engagement, der Initiative und Kreativität der Menschen vor Ort. Bund, Länder und Kommunen messen der Städtebauförderung große kulturelle, wirtschaftliche und soziale Bedeutung bei und nanzieren sie in partnerschaftlicher Verantwortung.

 

Eines der Hauptanliegen der Städtebauförderung ist die Behebung von städtebaulichen Missständen und Funktionsverlusten. Der schlechte Zustand des baulichen Bestandes und der öffentlichen Räume in einzelnen Stadtteilen kann den gesamten städtischen Organismus schwächen. In Quartieren mit städtebaulichen Missständen kann es zusätzlich zu ökonomischen und sozialen Spannungen kommen. Um diesen Problemen zu begegnen, können Städte und Gemeinden die Städtebauförderung entsprechend den Regelungen im Baugesetzbuch einsetzen. So werden bestimmte Stadtteile, Stadt- und Ortskerne gezielt unterstützt.

 

Quelle BMUB (2016): Städtebauförderung 2016 - Bürgerinformation, S.6.

 

 

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